Inhalt
1. Warum Altlasten relevant sind2. Typische Fundorte3. Kritische Begriffe4. Ablauf für den EmpCo-CheckFazit

Warum Kommunikationsaltlasten relevant sind

Der 27. September 2026 wirkt für viele mittelständische Unternehmen noch weit weg. Doch wer im Handel, in der Industrie oder im B2B-Vertrieb mit Umweltversprechen arbeitet, sollte den Vorlauf nicht unterschätzen. Mit EmpCo und der UWG-Umsetzung geraten nicht nur künftige Kampagnen in den Blick. Entscheidend ist auch, was bereits veröffentlicht wurde: alte Website-Texte, PDF-Flyer, Produktdatenblätter, Messeunterlagen, Newsbeiträge, Bildmotive und Social-Media-Posts.

Die meisten Unternehmen wissen ungefähr, welche aktuellen Nachhaltigkeitsbotschaften sie aktiv verwenden. Kaum jemand hat aber eine vollständige Übersicht, wo im Kommunikationsbestand noch Formulierungen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „recycelbar“ oder „CO₂-reduziert“ stehen.

Praxispunkt

Das größte Risiko liegt oft nicht im bewusst geplanten Green-Claim, sondern in verteilten, älteren Kommunikationsmitteln, die niemand mehr aktiv auf dem Schirm hat.

Typische Fundorte im Mittelstand

Welche Begriffe zuerst auf die Prüfliste gehören

Nicht jede Nachhaltigkeitsaussage ist automatisch problematisch. Aber bestimmte Formulierungen sollten früh sichtbar werden, weil sie häufig pauschal, erklärungsbedürftig oder nachweispflichtig sind.

Ein praktischer Ablauf für den EmpCo-Check

  1. Quellen sammeln: Website, wichtige Unterseiten, PDF-Downloads, Produktdatenblätter, Kampagnenordner und Social-Quellen identifizieren.
  2. Automatisiert scannen: Inhalte mit dem EmpCo Scanner auf potenzielle Umwelt- und Nachhaltigkeitsclaims prüfen.
  3. Fundstellen dokumentieren: Treffer mit Quelle, URL, Datei, Textauszug und Kontext erfassen.
  4. Risiken priorisieren: Auffällige, pauschale oder besonders sichtbare Aussagen zuerst bearbeiten.
  5. Zuständigkeiten klären: Marketing, Produktmanagement, Nachhaltigkeit, Vertrieb und Compliance einbinden.
  6. Juristische Prüfung gezielt vorbereiten: Externe Beratung nicht mit Sucharbeit belasten, sondern mit konkreten Fundstellen und Prioritäten arbeiten lassen.

Der EmpCo Scanner ersetzt keine Rechtsberatung. Er macht den Kommunikationsbestand aber schnell durchsuchbar und bearbeitbar: Website, PDFs, Bilder und weitere Inhalte werden zu einer Arbeitsliste mit Fundstellen und Risikohinweisen.

Merksatz

Vor September 2026 geht es nicht nur um bessere Formulierungen für morgen, sondern um Transparenz über das, was gestern veröffentlicht wurde und heute noch wirkt.

Fazit: erst finden, dann bewerten, dann sauber überarbeiten

EmpCo macht Umweltkommunikation nicht unmöglich. Die Anforderungen erhöhen aber den Druck, Aussagen nachvollziehbar, konkret und belegbar zu gestalten. Für den Mittelstand liegt der erste Schritt in einer sauberen Bestandsaufnahme statt in hektischer Einzelrecherche.

Kommunikationsaltlasten sichtbar machen

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