Inhalt
1. Warum Direktvermarkter betroffen sind2. Typische Umweltclaims3. Website, Hofladen, Flyer und Social Media4. Checkliste für die erste PrüfungFazit

Warum Direktvermarkter betroffen sind

Landwirtschaftliche Direktvermarkter, Hofläden, Hofcafés und regionale Lebensmittelmarken kommunizieren oft stark über Vertrauen: regional, natürlich, nachhaltig, kurze Wege, artgerecht, ressourcenschonend. Genau diese Sprache funktioniert im Marketing gut — sie kann ab September 2026 aber auch prüfpflichtig werden.

Die EmpCo-Richtlinie trifft nicht nur große Konzerne. Relevant ist, ob Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern verwendet werden. Das kann auf der Website stehen, auf einem Flyer, in einem PDF-Speiseplan, in Social Media oder direkt auf einem Produktetikett.

Nicht jeder grüne Satz ist verboten

Konkrete, belegbare Aussagen bleiben möglich. Riskant werden pauschale Begriffe, wenn nicht klar ist, worauf sie sich beziehen und welche Grundlage dahintersteht.

Typische Umweltclaims in Landwirtschaft und Direktvermarktung

In der Praxis tauchen wiederkehrende Formulierungen auf, die vor dem Start der neuen Regeln geprüft werden sollten:

Ein Teil dieser Aussagen kann zulässig sein, wenn er konkret erklärt und belegt wird. „Kurze Transportwege von maximal 20 Kilometern zwischen Hof und Verkaufsstelle“ ist deutlich greifbarer als „klimafreundlich aus der Region“. Das Problem ist selten der gute Wille, sondern die zu breite Wirkung beim Verbraucher.

Website, Hofladen, Flyer und Social Media

Gerade Direktvermarkter nutzen viele kleine Kommunikationsflächen parallel. Eine Website wird einmal erstellt und jahrelang ergänzt. Saisonale Flyer liegen als PDF online. Instagram-Posts aus alten Kampagnen bleiben sichtbar. Hofladen-Schilder, Speisekarten oder Veranstaltungshinweise werden fotografiert und weitergeteilt.

Deshalb reicht es nicht, nur die aktuelle Startseite zu lesen. Für eine saubere Vorbereitung sollten mindestens diese Kanäle geprüft werden:

  1. Website: Startseite, Produktseiten, Hofladen-Seiten, Über-uns-Bereich, Blog und alte News.
  2. PDFs: Flyer, Preislisten, Angebotsmappen, Speisekarten, Veranstaltungshinweise.
  3. Bilder: Anzeigen, Social-Media-Grafiken, Plakate, Labels und Icons mit Umweltwirkung.
  4. Social Media: ältere Posts zu Nachhaltigkeit, Regionalität, Tierwohl, Klima und Ressourcenschonung.
AussageProblemBesserer Ansatz
„nachhaltig produziert“zu breit, Bezug unklarkonkrete Maßnahme nennen: Energie, Wasser, Verpackung, Transport
„klimafreundlich aus der Region“Klimawirkung ohne BerechnungTransportdistanz oder regionale Herkunft sauber belegen
„umweltfreundliche Verpackung“pauschaler VorteilMaterial, Recyclinganteil oder Mehrwegsystem konkret angeben

Checkliste für die erste Prüfung

Für den Start reicht eine einfache, harte Bestandsaufnahme. Die wichtigsten Fragen:

Der PDF- und Bild-Check ist für diese Zielgruppe besonders interessant, weil viele relevante Aussagen nicht als normale Website-Texte vorliegen. Genau dort wird die Prüfung sonst schnell mühsam.

Typischer Fehler

Nur die Website neu formulieren, aber alte Flyer, PDF-Downloads und Social-Media-Grafiken online lassen. Für Verbraucher ist das weiterhin Kommunikation des Unternehmens.

Fazit

Landwirtschaft und Direktvermarktung haben einen echten SEO- und Compliance-Fit für EmpCo, weil dort Umweltkommunikation breit über Kanäle verteilt ist. Wer früh scannt, findet nicht nur riskante Begriffe, sondern bekommt eine priorisierte Liste für Website, PDFs, Bilder und Social Media.

Marketingbestand jetzt prüfen

Prüfen Sie Website, PDFs und Bilder auf problematische Umweltclaims — kostenlos starten, ohne Account.

PDF/Bild prüfen →